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Letzte Änderung am 2006-06-24 11:34:03 von RoEn

Erweiterungen:

WLan-Konfiguration bei jedem Start behalten

Häufig tritt bei WLan-Karten/-Netzen das Problem auf, dass sich Kanotix anscheinend die Einstellungen nicht merken kann. Nach jedem Neustart muss die Karte neu konfiguriert werden. Eine Änderung der Datei /etc/network/interfaces kann hier Abhilfe schaffen.
Hierbei entspricht eth0 der "normalen" Netzwerkkarte, deren IP hier statisch vergeben wird. Die Funkkarte wird hier mit wlan0 angesprochen. Dies kann je nach Kartentyp (z.B. PCMCIA oder PCI) auch als ethX oder auch wireless0 erkannt werden. Im obigen Fall würde dann anstatt wlan0 halt eth1 stehen. Wie die Funklankarte von Linux erkannt wird, kann man ganz einfach anhand der Ausgabe von iwconfig erkennen.
Um nun nach jedem Neustart die WLan-Karten-Konfiguration gleich von Anfang an zu haben, ergänzen wir die Datei .../interfaces mit den nötigen Angaben:
Einige Anmerkungen noch:
Die ESSID sollte unbedingt in Großbuchstaben eingegeben werden. Auch wenn sie im Router in Kleinbuchstaben angegeben wurde, entspricht dies anscheinend nicht den allgemeinen Konventionen und Linux hätte es gern korrekt in Großbuchstaben. Auf jeden Fall bei der Fehlerdiagnose mit berücksichtigen und einmal ausprobieren, ob es daran gelegen hat.

Manueller Neustart der WLan-Verbindung

Wenn nach einem Start die WLan-karte nochmals manuell mit dem Netzwerkkarten-Konfigurationstool netcardconfig konfiguriert wird, so wird die Datei /etc/network/interfaces wieder mit den Standardeinstellungen überschrieben (siehe erste Box). Eine bessere Lösung ist die Verwendung von
/etc/init.d/networking restart
in einer root-Konsole, falls das Netz mal nicht funktioniert. Falls dies nicht zum gewünschten Erfolg führt und doch netcardconfig aufgerufen werden muss, gehen die Einstellungen in der .../interfaces damit verloren und müssen neu eingetragen werden. Am besten für solche Notfälle eine Sicherheitskopie anlegen (z.B. in einem Unterordner "backup") und bei Bedarf zurückspielen oder folgendes kleine Script zur automatischen Sicherung verwenden:
  1. Im Verzeichnis /usr/local/bin mit
    mkdir copy_interfaces
    eine neue Datei erstellen.
  2. mit
    ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc0?.d/S05copy_interfaces
    ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc6?.d/S05copy_interfaces
    das script in die runlevels 0 und 6 (shutdown und neustart) reinschreiben.
Vielen Dank an BlueLupo für die Verfeinerung meines kümmerlichen Scripts zu einem richtigen init-script.

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Löschungen:

Wlan Konfiguration bei jedem Start behalten

Häufig tritt bei Wlan-Karten/-Netzen das Problem auf, dass sich Kanotix anscheinend die Einstellungen nicht merken kann. Nach jedem Neustart muss die Karte neu konfiguriert werden. Eine Änderung der Datei /etc/network/interfaces kann hier Abhilfe schaffen.
Hierbei entspricht eth0 der "normalen" Netzwerkkarte, deren IP hier statisch vergeben wird. Die Funkkarte wird hier mit wlan0 angesprochen. Dies kann je nach Kartentyp (z.B. PCMCIA oder PCI) auch als ethX oder auch wireless0 erkannt werden. Im obigen Fall würde dann anstatt wlan0 halt eth1 stehen. Wie die Funklankarte von Linux erkannt wird, kann man ganz einfach anhand der Ausgabe von !iwconfig erkennen.
Um nun nach jedem Neustart die Wlan-Karten Konfiguration gleich von Anfang an zu haben, ergänzen wir die Datei 'interfaces' mit den nötigen Angaben:
Einige Anmerkungen noch:

ESSID

Die Essid sollte unbedingt in Großbuchstaben eingegeben werden. Auch wenn Sie im Router in Kleinbuchstaben angegeben wurde, entspricht dies anscheinend nicht den allgemeinen Konventionen und Linux hätte es gern korrekt in Großbuchstaben. Auf jeden Fall bei der Fehlerdiagnose mit berücksichtigen und einmal ausprobieren, ob es daran gelegen hat.

Manueller Neustart der Wlan-Verbindung

Wenn nach einem Start die Wlankarte nochmals manuell mit dem Netzwerkkartenkonfigurationstool konfiguriert wird, so wird die Datei /etc/network/interfaces wieder mit den Standardeinstellungen überschrieben (siehe erste Box). Eine bessere Lösung ist die Verwendung von :code:/etc/init.d/networking restart:code: in einer root-Konsole, falls das Netz mal nicht funktioniert. Falls dies nicht zum gewünschten Erfolg führt und doch netcardconfig aufgerufen werden muss, gehen die Einstellungen in der 'interfaces' damit verloren und müssen neu eingetragen werden. Am besten für solche Notfälle eine Sicherheitskopie anlegen (z.B. in einem Unterordner "backup") und bei Bedarf zurückspielen oder folgendes kleine Script zur automatischen Sicherung verwenden:
  1. Neue Datei erstellen (copy_interfaces) in der /usr/local/bin
  2. mit
    ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc0.d/S05copy_interfaces ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc6.d/S05copy_interfaces
    das script in die runlevels 0 und 6 (shutdown und neustart) reinschreiben.
Vielen Dank an BlueLupo? für die Verfeinerung meines kümmerlichen Scripts zu einem richtigen init-script.



Editiert am 2006-06-24 10:40:03 von RoEn

Erweiterungen:

Wlan Konfiguration bei jedem Start behalten


Häufig tritt bei Wlan-Karten/-Netzen das Problem auf, dass sich Kanotix anscheinend die Einstellungen nicht merken kann. Nach jedem Neustart muss die Karte neu konfiguriert werden. Eine Änderung der Datei /etc/network/interfaces kann hier Abhilfe schaffen.

Zumeist sieht die Datei 'interfaces' zunächst folgendermaßen aus:

# /etc/network/interfaces -- configuration file for ifup(8), ifdown(8)

## The loopback interface
##automatically added when upgrading
auto lo wlan0 eth0
iface lo inet loopback

iface wlan0 inet dhcp

iface eth0 inet static
        address 192.168.0.3
        netmask 255.255.255.0
        network 192.168.0.0
        broadcast 192.168.0.255


Hierbei entspricht eth0 der "normalen" Netzwerkkarte, deren IP hier statisch vergeben wird. Die Funkkarte wird hier mit wlan0 angesprochen. Dies kann je nach Kartentyp (z.B. PCMCIA oder PCI) auch als ethX oder auch wireless0 erkannt werden. Im obigen Fall würde dann anstatt wlan0 halt eth1 stehen. Wie die Funklankarte von Linux erkannt wird, kann man ganz einfach anhand der Ausgabe von !iwconfig erkennen.

Um nun nach jedem Neustart die Wlan-Karten Konfiguration gleich von Anfang an zu haben, ergänzen wir die Datei 'interfaces' mit den nötigen Angaben:

 ...
iface wlan0 inet dhcp
        wireless_key DEIN_WEP_SCHLÜSSEL
        wireless_essid DEINE_WLAN_ID
        wireless_mode MODE
        wireless_channel KANAL 
... 


Die GROSS geschriebenen Werte musst Du jetzt noch nach Deinen Bedürfnissen anpassen. Alles was Du vielleicht nicht benötigst bzw. nicht im wlcardconfig-Tool eingegeben hast, kannst Du weglassen. MODE kann z.B. Managed, Adhoc o.ä. sein, genaueres erfährst Du bei den Abfragefenstern der Funklankonfiguration. Für den Anfang reicht vielleicht schon aus nur, die Essid einzugeben (also wie dein Funklan heißt), den Rest kann man sich i.A. sparen. Den WEP-Schlüssel brauchst Du natürlich, falls Dein Netz verschlüsselt ist. (Für die Verschlüsselung mit WPA gibt es hier eine kurze Anleitung.)
Wer statische IP's vergeben hat, kann sich am eth0-Beispiel orientieren.

Fertig und Happy Surfing...

Einige Anmerkungen noch:


ESSID


Die Essid sollte unbedingt in Großbuchstaben eingegeben werden. Auch wenn Sie im Router in Kleinbuchstaben angegeben wurde, entspricht dies anscheinend nicht den allgemeinen Konventionen und Linux hätte es gern korrekt in Großbuchstaben. Auf jeden Fall bei der Fehlerdiagnose mit berücksichtigen und einmal ausprobieren, ob es daran gelegen hat.


Manueller Neustart der Wlan-Verbindung


Wenn nach einem Start die Wlankarte nochmals manuell mit dem Netzwerkkartenkonfigurationstool konfiguriert wird, so wird die Datei /etc/network/interfaces wieder mit den Standardeinstellungen überschrieben (siehe erste Box). Eine bessere Lösung ist die Verwendung von :code:/etc/init.d/networking restart:code: in einer root-Konsole, falls das Netz mal nicht funktioniert. Falls dies nicht zum gewünschten Erfolg führt und doch netcardconfig aufgerufen werden muss, gehen die Einstellungen in der 'interfaces' damit verloren und müssen neu eingetragen werden. Am besten für solche Notfälle eine Sicherheitskopie anlegen (z.B. in einem Unterordner "backup") und bei Bedarf zurückspielen oder folgendes kleine Script zur automatischen Sicherung verwenden:

  1. Neue Datei erstellen (copy_interfaces) in der /usr/local/bin
  2. Rechte ändern mit :code:chmod u+x /usr/local/bin/copy_interfaces:code:
  3. folgendes in die Datei schreiben:
    #!/bin/bash 
    # /etc/init.d/copy_interfaces 
    # 
    IF_FILE=/etc/network/interfaces 
    IF_BACKUPFILE=/etc/network/interfaces.backup 
    IF_OWNFILE=/etc/network/interfaces.my 
    
    case "$1" in 
       start) 
       echo "Make a copy from the active file $IF_FILE...." 
       cp -p $IF_FILE $IF_BACKUPFILE 
       if [ $? -ne 0 ]; then 
          echo "Copy write error (1)" 
          exit 1 
       fi 
       echo "Replace the active File $IF_FILE by my own file $IF_OWNFILE...." 
       cp -p $IF_OWNFILE $IF_FILE 
       if [ $? -ne 0 ]; then 
          echo "Copy write error (2)" 
          exit 2 
       fi 
      ;; 
       stop) 
       echo "Nothing to do in that case" 
       ;; 
       *) 
       echo "Usage: $0 {start|stop}" 
       exit 3 
       ;; 
    esac 
    exit 0
  4. mit
    ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc0.d/S05copy_interfaces ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc6.d/S05copy_interfaces
    das script in die runlevels 0 und 6 (shutdown und neustart) reinschreiben.
  5. Eine funktionierende und korrekte Version der /etc/network/interfaces als /etc/network/interfaces.my erstellen.

Es wird nun bei jedem Shutdown oder Neustart zunächst eine Version der aktuellen 'interfaces' in den Backup-Ordner gesichert. Hiernach wird dann Deine funktionierende 'interfaces.my' als neue 'interfaces' gesetzt. Dies hat zur Folge, dass Du auch immer eine letzte Version der 'interfaces' im backup hast.

Vielen Dank an BlueLupo? für die Verfeinerung meines kümmerlichen Scripts zu einem richtigen init-script.


Löschungen:

Wlan Konfiguration bei jedem Start behalten

Häufig tritt bei Wlan-Karten /-Netzen das Problem auf, dass sich Kanotix anscheinend die Einstellungen nicht merken kann. Nach jedem Neustart muss die Karte neu konfiguriert werden. Eine Änderung der Datei /etc/network/interfaces kann hier Abhilfe schaffen.
Zumeist sieht die Datei 'interfaces' zunächst folgendermaßen aus:
:code: # /etc/network/interfaces -- configuration file for ifup(8), ifdown(8)
The loopback interface
automatically added when upgrading
auto lo wlan0? eth0
iface lo inet loopback
iface wlan0? inet dhcp
iface eth0 inet static
        1. 192.168.0.3
        2. 255.255.255.0
        3. 192.168.0.0
          1. 192.168.0.255 :code:
Hierbei entspricht eth0 der "normalen" Netzwerkkarte, deren IP hier statisch vergeben wird. Die Funkkarte wird hier mit wlan0? angesprochen. Dies kann je nach Kartentyp (z.B. PCMCIA oder PCI) auch als eth erkannt werden. Im obigen Fall würde dann anstatt wlan0? eth1? stehen. Wie die Funklankarte von Linux erkannt wird, kann man ganz einfach anhand der Ausgabe des /usr/sbin/wlcardconfig Tools erkennen.
Um nun nach jedem Neustart die Wlan-Karten Konfiguration gleich von Anfang an zu haben, ergänzen wir die Datei 'interfaces' mit den nötigen Angaben:
:code: ...
iface wlan0? inet dhcp
        1. key DEIN_WEP_SCHLÜSSEL
        2. essid DEINE_WLAN_ID
        3. mode MODE
        4. channel KANAL
... :code:
Die GROSS geschriebenen Werte musst Du jetzt noch nach Deinen Bedürfnissen anpassen. Alles was Du vielleicht nicht benötigst bzw. nicht im wlcardconfig-Tool eingegeben hast, kannst Du weglassen. MODE kann z.B. Managed, Adhoc o.ä. sein, genaueres erfährst Du bei den Abfragefenstern der Funklankonfiguration. Für den Anfang reicht vielleicht schon aus nur, die Essid einzugeben (also wie dein Funklan heißt), den Rest kann man sich i.A. sparen. Den WEP-Schlüssel brauchst Du natürlich, falls Dein Netz verschlüsselt ist. (Für die Verschlüsselung mit WPA gibt es hier eine kurze Anleitung.)
Wer statische IP's vergeben hat, kann sich am eth0-Beispiel orientieren.
Fertig und Happy Surfing...
Einige Anmerkungen noch:

ESSID

Die Essid sollte unbedingt in Großbuchstaben eingegeben werden. Auch wenn Sie im Router in Kleinbuchstaben angegeben wurde, entspricht dies anscheinend nicht den allgemeinen Konventionen und Linux hätte es gern korrekt in Großbuchstaben. Auf jeden Fall bei der Fehlerdiagnose mit berücksichtigen und einmal ausprobieren, ob es daran gelegen hat.

Manueller Neustart der Wlan-Verbindung

Wenn nach einem Start die Wlankarte nochmals manuell mit dem Netzwerkkartenkonfigurationstool konfiguriert wird, so wird die Datei /etc/network/interfaces wieder mit den Standardeinstellungen überschrieben (siehe erste Box). Eine bessere Lösung ist die Verwendung von :code:/etc/init.d/networking restart:code: in einer root-Konsole, falls das Netz mal nicht funktioniert. Falls dies nicht zum gewünschten Erfolg führt und doch netcardconfig aufgerufen werden muss, gehen die Einstellungen in der 'interfaces' damit verloren und müssen neu eingetragen werden. Am besten für solche Notfälle eine Sicherheitskopie anlegen (z.B. in einem Unterordner "backup") und bei Bedarf zurückspielen oder folgendes kleine Script zur automatischen Sicherung verwenden:
>1) Neue Datei erstellen (copy_interfaces) in der /usr/local/bin
>1) Rechte ändern mit :code:chmod u+x /usr/local/bin/copy_interfaces:code:
>1) folgendes in die Datei schreiben::code: #!/bin/bash
# /etc/init.d/copy_interfaces
#
IF_FILE=/etc/network/interfaces
IF_BACKUPFILE=/etc/network/interfaces.backup
IF_OWNFILE=/etc/network/interfaces.my
case "$1" in
  1. "Make a copy from the active file $IF_FILE...."
  • -p $IF_FILE $IF_BACKUPFILE
  • [ $? -ne 0 ]; then
    1. "Copy write error (1)"
    2. 1
    1. "Replace the active File $IF_FILE by my own file $IF_OWNFILE...."
  • -p $IF_OWNFILE $IF_FILE
  • [ $? -ne 0 ]; then
    1. "Copy write error (2)"
    2. 2
  • ;;
    1. "Nothing to do in that case" ;;
  • )
    1. "Usage: $0 {start|stop}"
    2. 3 ;;
    esac
    exit 0:code:
    >1) mit :code:ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc0?.d/S05copy_interfaces
    ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc6?.d/S05copy_interfaces:code:das script in die runlevels 0 und 6 (shutdown und neustart) reinschreiben.
    >1) Eine funktionierende und korrekte Version der /etc/network/interfaces als /etc/network/interfaces.my erstellen.
    Es wird nun bei jedem Shutdown oder Neustart zunächst eine Version der aktuellen 'interfaces' in den backup Ordner gesichert. Hiernach wird dann Deine funktionierende 'interfaces.my' als neue 'interfaces' gesetzt. Dies hat zur Folge, dass Du auch immer eine letzte Version der 'interfaces' im backup hast.
    Vielen Dank an BlueLupo? für die Verfeinerung meines kümmerlichen Scripts zu einem richtigen init-script.


    älteste bekannte Version dieser Seite wurde bearbeitet am 2005-05-28 19:53:30 von PaPi [ ]

    Wlan Konfiguration bei jedem Start behalten


    Häufig tritt bei Wlan-Karten /-Netzen das Problem auf, dass sich Kanotix anscheinend die Einstellungen nicht merken kann. Nach jedem Neustart muss die Karte neu konfiguriert werden. Eine Änderung der Datei /etc/network/interfaces kann hier Abhilfe schaffen.

    Zumeist sieht die Datei 'interfaces' zunächst folgendermaßen aus:

    :code: # /etc/network/interfaces -- configuration file for ifup(8), ifdown(8)

    The loopback interface
    automatically added when upgrading
    auto lo wlan0? eth0
    iface lo inet loopback

    iface wlan0? inet dhcp

    iface eth0 inet static
          1. 192.168.0.3
          2. 255.255.255.0
          3. 192.168.0.0
            1. 192.168.0.255 :code:

    Hierbei entspricht eth0 der "normalen" Netzwerkkarte, deren IP hier statisch vergeben wird. Die Funkkarte wird hier mit wlan0? angesprochen. Dies kann je nach Kartentyp (z.B. PCMCIA oder PCI) auch als eth erkannt werden. Im obigen Fall würde dann anstatt wlan0? eth1? stehen. Wie die Funklankarte von Linux erkannt wird, kann man ganz einfach anhand der Ausgabe des /usr/sbin/wlcardconfig Tools erkennen.

    Um nun nach jedem Neustart die Wlan-Karten Konfiguration gleich von Anfang an zu haben, ergänzen wir die Datei 'interfaces' mit den nötigen Angaben:

    :code: ...
    iface wlan0? inet dhcp
          1. key DEIN_WEP_SCHLÜSSEL
          2. essid DEINE_WLAN_ID
          3. mode MODE
          4. channel KANAL
    ... :code:

    Die GROSS geschriebenen Werte musst Du jetzt noch nach Deinen Bedürfnissen anpassen. Alles was Du vielleicht nicht benötigst bzw. nicht im wlcardconfig-Tool eingegeben hast, kannst Du weglassen. MODE kann z.B. Managed, Adhoc o.ä. sein, genaueres erfährst Du bei den Abfragefenstern der Funklankonfiguration. Für den Anfang reicht vielleicht schon aus nur, die Essid einzugeben (also wie dein Funklan heißt), den Rest kann man sich i.A. sparen. Den WEP-Schlüssel brauchst Du natürlich, falls Dein Netz verschlüsselt ist. (Für die Verschlüsselung mit WPA gibt es hier eine kurze Anleitung.)
    Wer statische IP's vergeben hat, kann sich am eth0-Beispiel orientieren.

    Fertig und Happy Surfing...

    Einige Anmerkungen noch:

    ESSID

    Die Essid sollte unbedingt in Großbuchstaben eingegeben werden. Auch wenn Sie im Router in Kleinbuchstaben angegeben wurde, entspricht dies anscheinend nicht den allgemeinen Konventionen und Linux hätte es gern korrekt in Großbuchstaben. Auf jeden Fall bei der Fehlerdiagnose mit berücksichtigen und einmal ausprobieren, ob es daran gelegen hat.

    Manueller Neustart der Wlan-Verbindung

    Wenn nach einem Start die Wlankarte nochmals manuell mit dem Netzwerkkartenkonfigurationstool konfiguriert wird, so wird die Datei /etc/network/interfaces wieder mit den Standardeinstellungen überschrieben (siehe erste Box). Eine bessere Lösung ist die Verwendung von :code:/etc/init.d/networking restart:code: in einer root-Konsole, falls das Netz mal nicht funktioniert. Falls dies nicht zum gewünschten Erfolg führt und doch netcardconfig aufgerufen werden muss, gehen die Einstellungen in der 'interfaces' damit verloren und müssen neu eingetragen werden. Am besten für solche Notfälle eine Sicherheitskopie anlegen (z.B. in einem Unterordner "backup") und bei Bedarf zurückspielen oder folgendes kleine Script zur automatischen Sicherung verwenden:

    >1) Neue Datei erstellen (copy_interfaces) in der /usr/local/bin
    >1) Rechte ändern mit :code:chmod u+x /usr/local/bin/copy_interfaces:code:
    >1) folgendes in die Datei schreiben::code: #!/bin/bash
    # /etc/init.d/copy_interfaces
    #
    IF_FILE=/etc/network/interfaces
    IF_BACKUPFILE=/etc/network/interfaces.backup
    IF_OWNFILE=/etc/network/interfaces.my

    case "$1" in
    1. "Make a copy from the active file $IF_FILE...."
  • -p $IF_FILE $IF_BACKUPFILE
  • [ $? -ne 0 ]; then
    1. "Copy write error (1)"
    2. 1
    1. "Replace the active File $IF_FILE by my own file $IF_OWNFILE...."
  • -p $IF_OWNFILE $IF_FILE
  • [ $? -ne 0 ]; then
    1. "Copy write error (2)"
    2. 2
  • ;;
    1. "Nothing to do in that case" ;;
  • )
    1. "Usage: $0 {start|stop}"
    2. 3 ;;
    esac
    exit 0:code:
    >1) mit :code:ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc0?.d/S05copy_interfaces
    ln -s /usr/local/bin/copy_interfaces /etc/rc6?.d/S05copy_interfaces:code:das script in die runlevels 0 und 6 (shutdown und neustart) reinschreiben.
    >1) Eine funktionierende und korrekte Version der /etc/network/interfaces als /etc/network/interfaces.my erstellen.

    Es wird nun bei jedem Shutdown oder Neustart zunächst eine Version der aktuellen 'interfaces' in den backup Ordner gesichert. Hiernach wird dann Deine funktionierende 'interfaces.my' als neue 'interfaces' gesetzt. Dies hat zur Folge, dass Du auch immer eine letzte Version der 'interfaces' im backup hast.

    Vielen Dank an BlueLupo? für die Verfeinerung meines kümmerlichen Scripts zu einem richtigen init-script.
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